SKI ALPIN
Anzeige
Corinne Imlig - Trainingsbestzeit in der erst vierten Abfahrt

Freitag, 3. März 2000 / 17:45 Uhr
aktualisiert: 18:12 Uhr

Si. Die junge Corinne Imlig, zweifache Europacup-Siegerin im Super-G, ist im Begriff, auch im Weltcup Fuss zu fassen. In ihrer erst vierten Abfahrt fuhr sie im Abschlusstraining überraschend Bestzeit vor Mélanie Turgeon (Ka) und Warwara Zelenskaja (Russ). Mit Corinne Rey-Bellet als Vierter überzeugte eine weitere Schweizerin im Training.

Corinne Imlig, die erst vor knapp zwei Monaten in Altenmarkt ihr erstes Weltcuprennen bestritt, weist im Weltcup einen 20. Platz als Bestresultat aus. Sie könne sich diese Bestzeit gar nicht erklären, meinte die 20-jährige Schwyzerin, und sie lasse sich deswegen im Rennen auch nicht unter Druck setzen. Ihre TrainerInnen Marie- Theres Nadig und Erwin Cavegn schätzen die Hobby-Schwingerin als physisch und psychisch sehr robust ein, und sie selbst sagt über sich: «Ich bin eine, die in der Regel zuerst überlegt, bevor sie etwas tut.» Einen Sturz in Are, wo sie sich am Schienbein leicht verletzte, steckte sie locker weg.
Zusammen mit Ruth Kündig, die ebenfalls in diesem Winter ihr Weltcup-Debut gab, sowie Nadia Styger, die nach einer zweimonatigen Verletzungspause in Are ihr Comeback gab, zählt sie zu den Hoffnungsträgerinnen im SSV. Alle drei stammen aus dem Kanton Schwyz, der seit dem Rücktritt von Franz Heinzer keine Weltcup- Fahrer mehr stellte. Heinzer zählt auch zu den Mentoren von Corinne Imlig, seinetwegen fährt sie auch als eine der wenigen Frauen auf der Männer-Erfolgsmarke Atomic.
Im Gegensatz zum (verkürzten) Mittwoch-Training, als die ersten fünf der Weltcup-Wertung geschlossen die Plätze 1 bis 5 belegten, konnten sich die Favoritinnen im Abschlusstraining nicht mehr derart in Szene setzen. Corinne Rey-Bellet, die noch eine theoretische Chancen auf den Disziplinen-Weltcup besitzt, war als Vierte die Beste aus dem Leader-Quintett vor Renate Götschl (7.), Regina Häusl (8.), Isolde Kostner (12.) und Régine Cavagnoud (14.).
(klei/sda)