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Hirscher braucht mindestens einen 2. Platz

Freitag, 16. März 2012 / 20:21 Uhr

Die Ausgangslage vor den letzten beiden von 44 Männer-Rennen des Weltcup-Winters lässt sich in Bezug auf den Gesamtweltcup mit vielen Rechenbeispielen veranschaulichen.

Marcel Hirscher kann sich im Zweikampf um die grosse Kristallkugel nur noch selber schlagen.

Am besten trifft es die folgende Variante: Wenn Marcel Hirscher entweder heute im Riesenslalom oder morgen im Slalom Zweiter wird und Beat Feuz jeweils nicht besser als 16. ist, geht der Gesamtweltcup an den 23-jährigen Österreicher. Nach dem Super-G, in dem Hirscher die tiefe Startnummer 2 zu einem überraschenden Podestplatz verhalf, kamen im Schweizer Lager wieder einmal Diskussionen um den Modus für die Festlegung der Startreihenfolge auf.

Wie Hirscher im Super-G ist Feuz im heutigen Riesenslalom und im Slalom am Sonntag nur startberechtigt, weil er insgesamt mehr als 500 Weltcup-Punkte auf dem Konto hat. In den technischen Disziplinen folgen diese Fahrer erst nach den besten 25 der entsprechenden Sparte, während sie in den Speed-Disziplinen mit Losglück auch eine Nummer zwischen 1 und 7 erwischen können. Beim Weltcup-Finale, das meist - wie jetzt - bei sehr frühlingshaften Bedingungen und auf mit jeder Minute «langsamer» werdenden Pisten in Szene geht, kann das grosse Auswirkungen haben.

Allerdings können sich Vor- und Nachteile innerhalb eines Rennens auch ausgleichen. Je weiter hinten sich Feuz im ersten Durchgang einreiht, desto früher ist er im zweiten dran. Für Hirscher gilt das Umgekehrte. Zum Riesenslalom startet Feuz mit der «27». Gut für ihn ist, dass der Slalom tags darauf nicht auf dem Männer-, sondern auf dem einfacheren Frauen-Hang stattfindet. Während der Emmentaler nur noch auf ein Ziel fokussiert ist, kann Hirscher neben dem Gesamtweltcup auch noch zwei kleine Kristallkugeln gewinnen. Im Riesenslalom liegt er 92 Punkte vor Ted Ligety, im Slalom 50 vor Ivica Kostelic.(alb/sda)