ALPINE SKI-WM
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Ski-WM-Splitter

Donnerstag, 12. Februar 2009 / 19:46 Uhr

International und bunt ist der alpine Ski-Zirkus immer, doch ein derart babylonisches Sprachgewirr wie bei der Mannschaftsführersitzung vor der WM-Riesenslalom-Qualifikation der Männer gibt es selten.

Bunte Mischung in Val d'Isere.

Anwesend waren Trainer und Betreuer von Athleten aus 54 Nationen - darunter Ghana, Indien, Nepal oder die Cayman-Inseln. Auch optisch wurde es bunt: Denn während bei den im Weltcup vertretenen Nationen auch Betreuer fast immer im Teamdress mit Sponsoren-Logos anzutreffen sind, outete sich ein iranischer Betreuer mit seinem knallgelben T-Shirt als Fan von Manchester United.

Hofnarr

Bode Miller wollte sich zum König von Val d´Isere zu krönen, doch bis anhin blieb dem noch immer medaillenlosen Amerikaner nur die Rolle des Hofnarrs. Nun verhält er sich wie ein trotziges Kind, dem man sein liebstes Spielzeug weggenommen hat. Er lästert über seinen Sport und denkt mal wieder laut über sein Karriere-Ende nach. «Ich spreche schon seit fünf Jahren über meinen Abschied, bin aber noch immer dabei. Doch in diesem Jahr ist es gut möglich, dass ich aufhöre», sagte er in einem Gespräch mit der Internetseite universalsports.com. Zumindest aber Olympia 2010 in Vancouver werde ohne ihn stattfinden, kündigte er an.

Erpressung

Eine Debatte über eine Teilnahme-Regel für die Olympischen Winterspiele 2010 sorgte am Rande der Riesenslalom-Qualifikation für Aufregung. «Das ist Erpressung. Man zwingt uns, hier zu starten, wenn wir an den Olympischen Spielen teilnehmen wollen», sagte der Präsident von Senegals Verband, Lamine Gueye, über eine angebliche Regel der FIS. Diese lege fest, dass Athleten, die bestimmte sportliche Normen nicht erfüllen, für einen Start in Vancouver an der WM teilgenommen haben müssen. FIS-Präsident Gian Franco Kasper bestritt die Existenz des Passus.

(bert/Si)